Psychotherapie

 

 

Die Ausübung der Psychotherapie ... ist die nach einer allgemeinen und besonderen Ausbildung erlernte, umfassende, bewusste und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen mit wissenschaftlich-psychotherapeutischen Methoden in einer Interaktion zwischen einem oder mehreren Behandelten und einem oder mehreren Psychotherapeuten mit dem Ziel, bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten zu fördern.

Zur selbständigen Ausübung der Psychotherapie ist gemäß Psychotherapiegesetz nur berechtigt, wer neben anderen grundsätzlichen Voraussetzungen die in diesem Gesetz vorgeschriebenen einschlägigen Ausbildungen erfolgreich absolviert hat und in die Psychotherapeutenliste des Bundesministeriums für Gesundheit eingetragen worden ist. (Psychotherapiegesetz 1991)

 

 

Die integrative Therapie (IT) ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der auf die wissenschaftlichen Grundlagen integrativer Therapietheorien und Methodik rekurriert. Dieses interaktionale therapeutische Verfahren bezieht neben dem verbalen Austausch auch Ansätze non-verbaler Kommunikation sowie kreative Methoden, Techniken und Medien ein – mit dem Ziel, Heilungsprozesse bei psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Erkrankungen in Gang zu setzen, seelische Leidenszustände zu bessern und Krankheitssymptome zu beseitigen.

Aktuelle Lebensprobleme, Netzwerksituationen, unbewusste Konflikte und Defizite werden im therapeutischen Kontakt bearbeitet, um das Denken, Erleben und Verhalten des Patienten neu zu organisieren. Dabei kommt einer sorgfältigen Handhabung der Gegenübertragung besondere Bedeutung zu.

Aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse werden einbezogen.

Die integrative Therapie wurde Anfang der 70er Jahre begründet. Zum einen wurde sie als praktisches Verfahren aus Elementen verschiedener Therapieströmungen entwickelt, zu denen sie auch theoretische und klinische Arbeiten beisteuerte: aus der aktiven und elastischen Psychoanalyse der ungarischen Schule (Sandor Ferenczi), dem Psychodrama (Jacob Moreno), der Gestalttherapie (Friedrich S. Perls und L. Perls), und der Verhaltensmodifikation (Kanfer, Osterhues).

Zum anderen wurde die IT als theoretischer Ansatz systematischer Methodenintegration auf der Basis des anthropologischen Konzepts konzipiert: „Der Mensch als Frau und Mann ist ein Körper-Seele-Geist-Subjekt (=Leibsubjekt) in einer sozialen und ökologischen Umwelt im Zeitkontinuum (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft)“. Die Idee einer Metastruktur für die IT in Form eines „Tree of Science“ steht im Zentrum.

Die therapeutische Beziehung wird in der IT in zweierlei Hinsicht begriffen:

  • Therapeutische Beziehung als intersubjektives Geschehen.
  • Therapeutische Beziehung als intersubjektives Handeln. (Donau Universität Krems, Dept. f. Psychosoziale Medizin und Psychotherapie. Folder "Psychotherapie. Fachspezifikum Integrative Therapie, 2007).

 

« prev top next »

Menu


Print view
Sitemap



Last update:
September 27, 2018, 09:06



Login



© Content Copyright by Welcome to CMSimple