Traumaarbeit

Das Wort Trauma bedeutet soviel wie durchbohren, verwunden, aufreiben, aufreiben, quĂ€len, Ă€ngstigen. Es bezeichnet gemeinhin Wunden, Verletzungen und beschreibt etwas bereits Geschehenes, einen Vorgang der von außen herbeigefĂŒhrt ist und der zu einer Verletzung, Verwundung gefĂŒhrt hat.

Körperliche Verletzungen sind zu sehen, greifbar und behandelbar, seelische Verlet-zungen sind Ă€ußerlich unsichtbar – jedoch nicht weniger real, schmerzend und quĂ€lend.

Ein psychisches Trauma ist ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den individuellen BewĂ€ltigungsmöglichkeiten, das mit GefĂŒhlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte ErschĂŒtterung von Selbst- und WeltverstĂ€ndnis bewirkt.

Bei Traumata handelt es sich nicht um rein innere Konflikte, sondern es geht um tatsĂ€chliche, extrem stressreiche Ă€ußere Ereignisse. Damit ein Ereignis aber zum Trauma fĂŒr einen Menschen werden kann, muss eine Dynamik in Gang kommen, die sein Gehirn buchstĂ€blich „in die Klemme bringt“ und es geradezu dazu nötigt, auf besondere Weise mit diesem Ereignis umzugehen.

Traumatisiert worden zu sein, ist keine Störung oder Krankheit, denn eine lebensbedrohliche Situation erlebt zu haben und damit fertig werden zu mĂŒssen,  hat zunĂ€chst nichts damit zu tun, ob man gesund oder krank ist. Leider bleiben hĂ€ufig körperliche und/oder seelische BeeintrĂ€chtigungen zurĂŒck. Diese sind es, die man versucht zu erfassen und so einer Diagnose und Therapie zuzufĂŒhren.

 

Behandlung von Traumen: EMDR:

EMDR (Eye Movement Disentisization and Reprocessing) ist eine wissenschaftlich untersuchte und bestĂ€tigte Traumatherapie, mit deren Hilfe man belastende Erinnerungen sehr schnell verarbeiten kann. EMDR wird weltweit erfolgreich in der Be-handlung von Traumafolgeerkrankungen eingesetzt. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ bringen bereits wenige Sitzungen deutliche Erfolge.

Mit Hilfe von Augenbewegungen oder durch Antippen wird eine Reaktion, Àhnlich den REM-Phasen beim TrÀumen, ausgelöst. Dadurch werden die Gehirnströme verÀndert und beim Patienten ein Heilungsprozess eingeleitet.

EMDR erleichtert dem Patienten, GefĂŒhle und Bilder, die mit dem Trauma zusammenhĂ€ngen, zum Positiven zu Ă€ndern. Blockaden im Gehirn lösen sich auf, ein Heilungsprozess wird eingeleitet. Die Erfolgsrate von EMDR beim posttraumatischen Belastungssyndrom liegt bei etwa neunzig Prozent. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Patienten ist auch Jahre nach der Behandlung noch beschwerdefrei.

UrsprĂŒnglich  getestet und entwickelt fĂŒr die effiziente Bearbeitung der PTBS (Post Traumatische Belastungsstörung) hat EMDR inzwischen eine Vielzahl von Anwendungen erfahren, insbesondere in der effizienten Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nach  sexuellem, körperlichem und emotionellem Missbrauch, Angst- und Selbstwertstörungen. EMDR kann auch dabei helfen, Leistungen zu optimieren.

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Last update:
September 27, 2018, 09:06



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